Die Begründung der Preisverleihung: Vielleicht war ja der Tanz am Anfang aller Bewegungen. Und mit ihm die Körpersprache als wandelbares oder ritualisiertes Ereignis. Auf diese Weise erzählte man Geschichten vom Menschen. Ohne Worte.
Einfach ist das nicht. Doch die Tänzerin Veronika Kornová-Cardizzaro kann das. Wie jetzt und hier, im Ballett „Chansons“. Sie bewegt sich leicht, nicht unbedingt auffällig, aber eben doch unübersehbar. Und was sie zeigt, ist immer von technischer und musikalischer Qualität.
Veronika Kornová-Cardizzaro weiß genau und konsequent umzusetzen, was Klang und Rhythmus ihr an Raum und Zeit vorgeben. Selbst wenn sie tänzerische Abläufe rasant beschleunigt oder kraftvoll wirkende Akrobatik einsetzt, um dem choreographisch erwünschten Ausdrucksziel möglichst nahe zu kommen, wirkt das stets elegant, geschmeidig und schwerelos, als wäre ihre Kunst nur Poesie und niemals Alltag.
Die Trägerin des Arnold-Petersen-Preises 2008 absolvierte ihre Grundausbildung in Prag. 1998/99 erhält sie ein Stipendium an der Akademie des Tanzes in Mannheim. Seit September 1999 gehört sie dem Ballett Ensemble des Nationaltheaters Mannheim an. Die Mitglieder der Jury haben Veronika Kornová-Cardizzaro einstimmig den Arnold-Petersen-Preis für besondere künstlerische Nachwuchsleistungen anerkannt.