Begegnung vom 17.06.2009
mit den „Vier Youngsters“ des Opernensembles


„Unsere vier Youngsters“ kündigte Sabine Schweitzer, die künstlerische Betriebsdirektorin des Nationaltheaters Mannheim, den Freunden und Förderern des Theaters bei der jüngsten Begegnung an. Vier viel versprechende junge Solisten hatte sie mitgebracht: Anne-Theresa Albrecht (Mezzosopran), Hannah Zitzmann ( Sopran), Florian Alexander Richter (Tenor) und Johannes Wimmer (Bass) bezauberten im dicht besetzten Anna Reiss-Saal. Denn erwartungsgemäß wurden die Theaterfreunde nicht nur mit den Lebensläufen, sondern auch mit den wunderschönen Stimmen der jungen Künstler bekannt gemacht. Und alle Viere sangen – am Flügel kundig begleitet von Mary Satterthwaite - wie um die Wette: Arien, Lieder, Quartette – bei der „5000 Taler“-Arie aus dem Wildschütz und dem Champagner-Quartett aus der Fledermaus gab es wahre Beifallsstürme!

Florian Alexander Richter stand schon mit sechs Jahren erstmals auf der Bühne. „Singen gehörte zum Leben dazu“, bekannte der Sohn zweier Opernsänger. Zwar hat er zunächst ein ganz und gar fremdes Fach studiert, nämlich Philosophie bis zum  Magister-Abschluss. Aber dann entdeckte er seine Freude am Spiel, „und jetzt bin ich in Mannheim“. Als Tamino in „Papageno spielt die Zauberflöte“ bestand er seine Feuertaufe: „300 oder 400 Kinder im Zuschauerraum – das muss man auch einmal erlebt haben“. Bekommt er Fachkritik von den Eltern, die ja beide singen? „Meine Mutter ist mein größter Fan“, bekannte Richter den lachenden Zuhörern.

Hannah Zitzmann ist in Bayern in einer Familie groß geworden, in der die Volksmusik den Ton angab. Alle fünf Kinder lernten ein Instrument, Hannah spielte Blockflöte, sang, aber eben Unterhaltungsmusik. Sie lernte zunächst den Beruf der Augenoptikerin, doch dann entschied sie sich – nein, nicht für die Volksmusik, sondern für die klassische Richtung: „Es ist eine andere Welt“. Das Studium am Münchner Konservatorium musste sie selbst finanzieren, und auch das Fach musste erst gefunden werden: „Alle sahen mich als Mezzo !“ Doch jetzt ist sie ein überzeugender Sopran.

Der Bass Johannes Wimmer gilt den vier Youngstern als „der Mozart unter uns“. Schon mit sieben Jahren war der gebürtige Salzburger außerordentlicher Student am Mozarteum, „eine hochprofessionelle, aber auch beinharte Ausbildung“. Bereits in den allerersten Schulklassen war er mit Orff in Berührung gekommen, und am Salzburger Glockenspiel benannte das Kind jeden Ton. Er besitze das absolute Gehör, sagt er. Der Junge sang im Chor. „Dann kam der Stimmbruch, und mit 13 Jahren war ich Bass“. Er studierte Lied und Oper. Man glaubt es ihm, dass die Musik „immer da war, immer im Zentrum des Lebens“ war.

Der Vater von Anna Theresa Albrecht war Musiklehrer. So sang das junge Mädchen, das in Kempten aufwuchs, im Kinderchor, spielte Saxophon, liebte Jazz, spielte und sang mit 9 Jahren den Hänsel in „Hänsel und Gretel“. Die Schulzeit war nicht einfach für das eher schüchterne junge Mädchen, das nur in der Musik auflebte. Das Studium in Berlin bestätigte ihr die Richtigkeit ihrer Berufswahl, viele Preise und Auszeichnungen folgten. Jetzt ist sie dort angekommen, wohin sie wollte, und singt demnächst den Hänsel in Mannheim.  .  

Preise
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Begegnung vom 17.06.2009
mit den "Vier Youngsters" des Opernensembles



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