Begegnung vom 24.02.2010
dem Kevin O’Day-Ballett


Kevin O’Day und Dominique Dumais hatten sich zum jährlichen  Besuch der Freunde im Tanzhaus Käfertal etwas Besonderes ausgedacht. Natürlich gab es auch dieses Mal eindrucksvolle Ensembleszenen, zum Beispiel einen Auftritt aller Tänzerinnen aus dem Schlussbild des ersten Akts von Frida Kahlo.

Der Schwerpunkt des Abends aber lag auf der Begegnung mit den einzelnen Tänzern. Aktiv auf der Tanzfläche und im Gespräch mit der Ballettmitarbeiterin Eva-Maria Steinel präsentierten sich die unterschiedlichen Persönlichkeiten des Ensembles verschiedener Nationalitäten. Den Reigen eröffnete Kevin O’Day mit einem Ausschnitt aus Full Bloom. Weitere Ausschnitte aus Chansons, Poetic Play,  Delta Blues und Frida Kahlo zeigten die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten, mit denen das Kevin O’Day-Ballett Mannheim in den letzten Jahren eine eigene Handschrift entwickelt hat und sich in Mannheim und darüber hinaus eine treue Anhängerschaft erworben hat. Jeder Tänzer hatte an diesem Abend die Gelegenheit, sich in mindestens einem Solo zu präsentieren. Eindrucksvoll war die Vielfalt der Temperamente und die unterschiedlichen Möglichkeiten, sich im Tanz auszudrücken. Im Gespräch mit den Tänzern ergaben sich interessante Einblicke in die Arbeit des Balletts. Fast alle Ensemblemitglieder haben schon im Kindesalter mit dem Tanzen (manchmal war es Steptanz) begonnen. Nach einer professionellen Tanzausbildung hat sie ihr Weg später nach Mannheim geführt. Die Truppe ist altersmäßig gemischt, neben erfahrenen Ensemblemitgliedern, die schon viele Jahre hier tätig sind, gibt es auch Tänzer, für die Mannheim eine der ersten Stationen ist. Es war interessant zu erfahren, dass es eine Herausforderung ist, sich innerhalb kurzer Zeit in bestehende Produktionen einzuarbeiten –  dabei erfolgt die Verständigung oftmals nonverbal. Von vielen wurde die gute Arbeitsatmosphäre hervorgehoben, die es den einzelnen Tänzern erlaubt, ein neues Werk zusammen mit dem Choreografen oder der Choreografin zu entwickeln. So sagte einer der Tänzer: „Es steckt auch sehr viel von mir selbst in dieser Choreografie“.

Die Freunde und Förderer waren beeindruckt, wie gut es den Leitern der Compagnie gelungen ist, Tänzer verschiedener Herkunft, verschiedener Sprache und unterschiedlicher Traditionen durch die Vision eines gemeinsamen Ausdruckes zu einem homogenen Ensemble zu vereinigen und dabei das Beste aus jedem heraus zu holen. Wir freuen uns auf die weiteren Produktionen, die durch die unterschiedliche Herangehensweise  der beiden Direktoren immer spannend bleibt.

Preise
Eintritt zu Begegnungen
10,- €

Für F&F Mitglieder Eintritt
frei !

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