 |
 |
Begegnung vom 24.11.2010 mit Hans-Gerhard Wind und Jan Benedict Tiggeler
Begegnungen, bei denen die Freunde einen Blick hinter die Kulissen des Theaters werfen können, sind immer Abende mit einer besonderen Atmosphäre. Dies bestätigte sich auch bei der Begegnung mit Hans–Gerhard Wind und Jan Benedict Tiggeler, den Leitern der Bühnentechnik Oper bzw. Schauspiel. Unter der bewährten und kundigen Leitung der Künstlerischen Betriebsdirektorin Sabine Schweitzer wurden die komplexen logistischen Vorgänge hinter und auf der Bühne deutlich. Die technischen Leiter sind von Beginn der technischen Umsetzung einer Produktion an in die entsprechenden Vorgänge involviert und sorgen dafür, dass die künstlerischen Vorstellungen auch in den technischen Abläufen umgesetzt werden können. Eine große logistische Leistung der technischen Leiter der beiden Häuser besteht zudem darin, die vielen, teilweise parallel verlaufenden Vorgänge in Proben und Vorstellungen und auch die Koordination der beiden Häuser z.B. beim An- und Abtransport der Bühnenbilder reibungslos zu koordinieren. Diese Abläufe sind, laut ihrer eigenen Aussage, in der Regel immer „sehr eng getaktet“. Beide Gäste wiesen voll Stolz darauf hin, dass bei der herrschenden knappen Personaldecke die technischen Abläufe im Nationaltheater nur deshalb so gut funktionieren, weil sich die technische Leitung auf eine eingespielte, hoch motivierte Mannschaft stützen kann, die diese Aufgaben Tag für Tag - ohne Rücksicht auf Sonn- oder Feiertage und teilweise in Wechselschichten - mit höchster Konzentration und Kennerschaft verrichtet.
Diese gute Teamarbeit ist auch verantwortlich dafür, dass Hans-Gerhard Wind, Sohn des früheren Chorleiters Gerhard Wind, auch nach 34 Jahren noch gerne zur Arbeit geht. Er hatte im Elternhaus schon früh Begegnungen mit Künstlern des Nationaltheaters, durchlief aber zunächst eine kaufmännische Ausbildung, ehe es ihn endgültig zum Theater zog, wo er eine Ausbildung zum Bühnen- und Beleuchtungsmeister absolvierte. Von seinen künstlerischen Interessen zeugen eindrucksvolle Zeichnungen. Jan Benedict Tiggeler kam über andere Wege, eine Ausbildung als Schreiner und die Tätigkeit als Roadmanager der Scorpions, zum Theater, wo er gleichfalls die klassische Ausbildung zum Bühnen- und Beleuchtungsmeister durchlief.
Beide Gäste wiesen darauf hin, dass auf der Bühne strengste Sicherheitsvorkehrungen zu beachten sind. „Die Bühne ist ein Gefahrenarbeitsplatz“ - Dies wurde von dem Gefahrenschutzbeauftragten Jan Benedict Tiggeler unter anderem mit einem speziell konstruierten „Fluggurt“ belegt, mit dessen Hilfe Darsteller – wie zur Zeit in "Gespräche mit Astronauten" - über der Bühne schweben. Eindrucksvolle Filme vom technischen Ablauf eines "normalen" Theatertages in der Oper sowie die Wandlungen eines Bühnenbildes im Schauspiel vom Entwurf bis zur fertigen Inszenierung demonstrierten die enge Verbundenheit zwischen ausgefeilter Technik und künstlerischem Prozess. Sabine Schweitzer fasste in ihrer Einleitung die Bedeutung der beiden Spezialisten und ihrer Teams in dem griffigen Satz zusammen: „Ohne sie läuft nichts.“
|
|
|



 | 
|  | 
|  | 
|  Begegnung vom 24.11.2010 mit Hans-Gerhard Wind und Jan Benedict Tiggeler
|

|
|


|



|