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Begegnung vom 22.06.2011 mit Benedikt Nawrath
Das Nationaltheater vereint Stimmen aus aller Welt – aber jetzt ist auch ein Kurpfälzer dabei. Der blutjunge Tenor Benedikt Nawrath, der seit Begin der Spielzeit 2010/2011 in Mannheim engagiert ist, kam in Heidelberg zur Welt und ist in Ilvesheim aufgewachsen. Mit ihm erlebten die Freunde und Förderer des Nationaltheaters bei der jüngsten „Begegnung mit ...“ einen köstlichen Abend mit musikalischen und - ja, kein Schreibfehler - auch sportlichen Darbietungen. Denn Benedikt Nawrath, der lange zwischen einer sportlichen und einer musikalischen Laufbahn geschwankt hat, ließ sich von Operndramaturg Anselm Dalferth, dem Moderator, nicht zweimal fragen, ob er vor seinen Auftritten Gymnastikübungen absolviere: Er führte sie einfach vor.
Zum Gesang kam Nawrath eher zufällig. Zwar spielte er mit sechs Jahren Klavier, mit 13 Jahren Cello - aber zunächst wollte er Gebirgsjäger werden. Doch in der Schule empfahl ihm eine Gesangslehrerin, Gesangsunterricht zu nehmen, und schickte ihn schließlich zur Gächinger Kantorei. Der junge Nawrath sang Oratorien und Bach-Kantaten, ging noch als Schüler mit der Kantorei auf Tournee und begann folgerichtig 2002 ein Studium der Schulmusik in Würzburg. Doch bald lockte die Oper. Es folgten erste Opernauftritte in Halle und München und schließlich 2010 das erste Engagement in Mannheim. Er kannte das Mannheimer Opernhaus – „aber vom Zuschauerraum aus“. Nun, auf er Bühne zu stehen und in diesen Raum zu blicken und zu singen „das war ein sehr, sehr schönes Gefühl ...“. Dort merkte er aber auch, dass auch die Zusammenarbeit mit Dirigent und Souffleuse erlernt sein will. In diesem ersten Jahr sang er nicht mehr und nicht weniger als 14 Partien. Zur Kondition, die er dafür braucht, tragen Besuche im Fitness-Studio bei. Vor vielen Jahren hatte der kleine Benedikt in Mannheim eine Aufführung von „Hänsel und Gretel“ erlebt. Nun singt er in der gleichen Inszenierung die Partie der Hexe. Bei der Vorbereitung auf diese Rolle ging dann auch schon einmal das Temperament des Sportlers mit ihm durch und er lief singend und tanzend durch Ilvesheim. Dabei, meint er, habe er erste Publikumsreaktionen erlebt ... In Eugen Onegin war er Monsieur Triquet, in Carmen der Remendado, in Butterfly der Goro, in Lohengrin einer der Edlen. Würde er gerne eine größere Rolle im Mannheimer „Ring“ singen? „Nein“, sagt er nach einigem Nachdenken, „so weit bin ich noch nicht.“ Studioleiter Dr. Stephen Marinaro strich ihm fast liebevoll übers Haar.
Marinaro war auch der exzellente Begleiter bei den Liedern von Schubert, Schumann und Beethoven, mit denen Benedikt Nawrath die Theaterfreunde beschenkte. Das Lied brauche er für die Seele, sagte er dazu. Stichwort für den Zuruf von den Bänken der Zuhörer, dass sie auf einen Liederabend mit Benedikt Nawrath warten! 
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|  Begegnung vom 22.06.2011 mit Benedikt Nawrath
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